Posts tagged ‘Kopfschütteln’

Merkwürdige Verkehrsplanung

Erst mal eine gute Nachricht. Die Holtroper Kreuzung bekommt endlich eine Ampelanlage. Die Holtroper Kreuzung verbindet die Orte Ostersander auf der einen und Holtrop auf der anderen Seite mit der Bundesstraße 72. Das Verkehrsaufkommen ist vor allem zu den Berufsverkehrszeiten auf der B72 sehr hoch. Das Kreuzen der B72 oder gar das Linksabbiegen an der Holtoper Kreuzung ist dann meist mit sehr viel Geduld verbunden. Ab ende Oktober soll die Kreuzung nun umgebaut und mit einer Ampelanlage versehen werden.
Als zweites wichtiges Verkehrsprojekt wird seit gestern der Straßenbelag für die Ortsdurchfahrt in Schirum erneuert. Auch der Fahrradweg soll dabei erneuert werden. Dazu ist die Landesstraße 14 auf der ganzen Strecke der Ortsdurchfahrt bis zur Schirumer Kreuzung der B72 gesperrt. Auch so weit gut, denn die Straße hat das durchaus nötig.
Aber jetzt kommts, was haben sich die schlauen Planer als Umleitung ausgedacht? Richtig. Die Umleitung führt den Verkehr aus Richtung Timmel / Westgroßefehn (wo auch ein grosser Teil aus Leer mit einfliesst) jetzt von Ostersander aus in Richtung Holtrop, wo der umgeleitete Verkehr Richtung Aurich dann als Linksabbieger vor der Holtroper Kreuzung in Geduld geübt wird.
Die Folge ist jetzt das ein Teil des Verkehrs weiträumig aus weicht, ein Teil vermutlich recht verzweifelt vor der Holtoper Kreuzung ausharrt und ein recht grosser Teil sich jetzt Wege über einspurige Nebenstraßen sucht. Die sind teilweise, auch dank der starken Regenfälle gestern, schon am ersten Tag an den Grünstreifen schon arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Bleibt zu hoffen das die Sperrung der L14 nicht lange dauert, die Rede war von zwei bis drei Wochen, und das die Verkehrsplaner sich beim nächsten mal vielleicht doch besser vorher mal abstimmen.

Wahlwerbung

Am Sonntag sind hier Kommunalwahlen. Man ist es ja durchaus schon gewohnt was einem da alles so an Wahlwerbung ins Haus flattert. Aber diese Tage gab es mal eine Ausnahme. Da stellt sich jemand als Einzelbewerber für den Stadtrat Wiesmoor und für den Kreistag Aurich vor. Das ist nicht gerade so ganz üblich, also mal durchlesen was der gute Mann da so von sich gibt. Schliesslich werde ich auch für den Kreistag Aurich meine Stimme abgeben, für Wiesmoor bin ich nicht zuständig.
In der Vorstellung seiner Person schreibt der Einzelbewerber:

In meiner knapp bemessenen Freizeit besuche ich gerne Konzerte aus unterschiedlichen Musikrichtungen, Freilichttheater und gehe hin und wieder ins Kino.

Und noch bevor ich überhaupt gelesen habe was seine politischen Ziele sind habe ich mir gedacht ob ihn den wählen sollte, ich muss ihm seine knappe Freizeit ja nicht unbedingt noch mehr verknappen.
Aber wo wir schon beim Thema politische Ziele sind. Er schreibt erst mal das er bisher politisch nicht aktiv war aber durch die Entscheidungen des bestehenden Stadtrats (da müsste Wiesmoor gemeint sein) sich entschlossen hat zu kandidieren. Weiter schreibt er:

Über politische Themen oder Entscheidungen, die schon gefallen sind möchte ich mich hier nicht weiter äußern.

Die Vermutung legt zwar nahe das er kandidiert weil er mit den Entscheidungen des Stadtrats nicht einverstanden ist, aber da er keine Opposition zu diesen Entscheidungen bezieht kann man sich da nicht sicher sein.

Ausserdem werde ich kein „Wahlversprechen“ machen.

Dann kann er immerhin auch kein ‚Wahlversprechen‘ brechen. 😉

Wenn ich gewählt werde, werde ich Farbe bekennen müssen.

Farben sind in der Politik ja sehr beliebt, aber zu welcher Farbrichtung er tendiert schreibt er nicht.

Vielleicht ist im neuen Kreistag und / oder Stadtrat ja gerade eine Stimme, die alles entscheidene und das wäre dann meine Stimme.
Ich bitte Sie, mir dann im Vorfeld ihre Meinungen und Wünsche zu kommunalpolitischen Themen zukommen zulassen.

Er sagt immerhin ganz ehrlich das er im Falle seiner Wahl in seinen Entscheidungen wie ein Fähnchen im Wind flattern will.

Vielleicht sollte man mal wichtige Entscheidungen duch einen Bürgerentscheid entscheiden lassen.

Das ist jetzt mal eine Aussage der ich gerne zustimme. Allerdings reicht diese eine vage Aussage nicht aus um ihm meine Stimme zu geben. Die Katze im Sack wird halt immer noch nicht gerne genommen.

Gefährliche Fallen im Stapeler Moor

So lautet heute eine Schlagzeile bei der Ostfriesen-Zeitung. Und was man dort liest ist wirklich nicht schön.

Der Pächter des Reviers im Kreis Leer, Johann Gerdes, hat eingegrabene Kanthölzer mit Nägeln gefunden. Die Spitzen der Nägel guckten aus dem Boden, waren zwischen den Grashalmen kaum zu sehen.

Der Pächter hatte durch diese Fallen wohl schon drei platte Reifen an seinem Quad und ein Landwirt einen platten Reifen an seinem Fahrrad. Diese Fallen waren auf den schmalen Waldwegen angebracht, somit wären ja auch durchaus noch andere Nutzer im Stapeler Moor gefährdet.

„Man muss sich nur vorstellen, da wäre ein Kind draufgetreten“, sagt der 61-Jährige.

Der Pächter hat inzwischen Anzeige erstattet.

Gerdes hat mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet, die Beamten haben die Ermittlungen aufgenommen. „Es ist ein Verdacht eines Eingriffes in den Straßenverkehr“, sagt Andrea Berends, Sprecherin der Polizei in Leer.

Da auch noch eine obere Sprosse einer Leiter zu einem Hochsitz angesägt wurde deutet eigentlich alles auf militante Naturschützer oder Jagdgegner hin.
Aber was mich bei dem ganzen jetzt wirklich verwundert ist die Tatsache das sich anscheinend niemand, weder Pächter oder Fallensteller oder Polizei, sich darüber Gedanken macht das eventuell einer der natürlichen Nutzer des Stapeler Moor von diesen Fallen betroffen sein könnte. Das die dort lebenden Tieren durch diese Fallen gefährdet sind ist allen Beteiligten anscheinend egal.

Muttertag

Heute ist Muttertag, soweit so gut. Und was ist in Aurich? Da ist heute der Geranienmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Da frage ich mich ob die Organisatoren ihre Frauen und Mütter nicht mögen das sie sowas ausgerechnet an Muttertag stattfinden lassen. Ein Geschäft hat sich dabei als sehr vernünftig erwiesen. Dieses hatte eine Anzeige in der Zeitung das ihre Verkäuferinnen auch Mütter seien. Die Kunden möchten doch bitte Verständnis dafür haben das man den Verkäuferinnen den Muttertag gönne wolle und deshalb geschlossen hat. Ich wünschte mir das würden alle Geschäfte so machen, aber das wird auch nur ein Wunsch bleiben.

Ostfriesenwitze sind keine Volksverhetzung

Beim Radiosender ‚ffn‘ ist die Auricherin Lea Rosenboom neu im Moderatorenteam in deren Morgensendung. Und weil das so ist wird dort nun wohl jeden Tag ein Ostfriesenwitz erzählt. Das ist ja alles gut und schön und wäre mir sicherlich auch kein Blogbeitrag wert gewesen. Aber was lese ich heute in der Ostfriesen-Zeitung?

Und was kein Witz ist: Ein – nach eigener Aussage – gebürtiger Ostfriese hat den Sender nun bei der Polizei in Osnabrück angezeigt. Per E-Mail. Vorwurf: Volksverhetzung.

Hatte ich nicht grade erst vorgestern das Thema das man manchmal vor lauter kopfschütteln kurz vor einer Gehirnerschütterung stehen kann? Wie griessgrämig muss man sein um Ostfriesenwitze als Volksverhetzung anzusehen?

Alleen werden per Richtlinie abgeschafft

Die Alleen im Landkreis Aurich werden in Zukunft wohl verschwinden. Schuld daran ist eine Richtlinie des Landes Niedersachsen. In der Ostfriesen-Zeitung ist zu lesen warum das so ist.

In dieser Richtlinie steht unter anderem, dass neu gepflanzte Bäume künftig einen Abstand von 7,5 Metern zum Fahrbahnrand von Bundes- und Landesstraßen haben müssen. Dies gilt, wenn auf der Strecke mehr als 70 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. Außerhalb von Ortschaften sind es bis 70 km/h 4,5 Meter.

Sowas können sie wirklich nur Bürokraten ausdenken. Aber was soll das ganze überhaupt?

Diese Vorschrift soll Verkehrsunfällen mit Bäumen vorbeugen.

Also so weit ich mich erinnere habe ich noch nie von einem Autounfall gelesen bei dem ein Baum schuld gewesen ist. Diese Richtlinie soll also anscheinend nur dazu dienen das Autofahrer weniger vorsichtig fahren müssen. Manchmal steht man vor lauter kopfschütteln ja kurz vor einer Gehirnerschütterung.
Die Folgen dieser Richtlinie sind dann einfach und nachvollziehbar.

„Wir werden bei Erweiterungen oder Neubauten keine Bäume mehr am Fahrbahnrand pflanzen“, so Matthias Hayen vom Amt für Kreisstraßen in der Sitzung des Verkehrssicherheitsforums in Norden.

Denn der Landkreis müsste dann in Zukunft extra Flächen erwerben um die Bäume neben den Strassen pflanzen zu können. Die Flächen bestehen meist aus landwirtschaftlich genutzten Flächen. Da diese wegen der benötigten Flächen für die Biogasanlagen stetig im Preis steigen ist es verständlich das der klamme Landkreis Aurich auf den Ankauf solcher Flächen verzichtet. Und es ist damit zu rechnen das weitere Kommunen sich genauso verhalten werden.