Eine blinde Fotografin

Das klingt erst mal ziemlich absurd, ist es dann aber wohl eher doch nicht. Denn die Ausstellung die ab dem 30. Mai im Auricher Rathaus zu sehen sein wird heisst gehörte und gefühlte Motive und lässt damit schon erahnen das die Vorstellung einer blinden Fotografin so gar nicht absurd sein muss.
Im Bericht der Ostfriesen-Zeitung heisst es dazu.

Die 39-Jährige beschloss zu fotografieren. Früher, als sie noch sehend war, hatte sie das schon gerne getan. Aber heute? Als Blinde? Eine Freundin, seit 30 Jahren Fotografin, riet zunächst ab: „Das klappt nie.“

Im ersten Moment wäre mir wohl auch kaum in den Sinn gekommen das sowas klappen könnte.

Vom Balkon aus hat sie den Raureif auf den Dächern aufgenommen, die Sonne, Schneeflocken. Wenn die Glocken vom Lambertiturm läuteten, hielt sie die Kamera in diese Richtung. Michaela Eiben fotografierte, wenn ein Gewitter über die Stadt zog, wenn sie unten auf der Straße viele Menschen hörte.

Wenn ich das dann mit dem Titel der Ausstellung in Verbindung bringe bin ich schon sehr gespannt auf die Ausstellung. Und es soll keine Ausstellung werde die nur einfach das Beste zeigen will.

Im Auricher Rathaus wird sie Fotos auf Leinwand in unterschiedlichen Formaten zeigen. „Es sind nicht nur die besten“, sagt die dreifache Mutter, „ich möchte zeigen, wie sich diese Reise entwickelt hat.“

Und ich werde es mir nicht nehmen lassen mir das anzuschauen.

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