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Die ‚Futurezone‘ ist tot, es lebe die ‚Futurezone‘

Die, nicht nur bei mir, sehr beliebte Futurezone des ORF musste gestern auf Grund eines unsinnigen Gesetzes geschlossen werden. Der Kurier führt die Futurezone jetzt mit einer neuen Redaktion fort. In dem Beitrag Futurezone.at: Es geht weiter! heisst es dazu:

Die Futurezone bleibt die Top-Adresse für Hightech-News – daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Hoffen wir das dies kein leeres Versprechen ist und die Fussstapfen in die die neue Redaktion dort tritt nicht zu gross sind.

Retten wir die ‚Futurezone‘

Die Futurezone, das renommierte Online-Portal des ORF soll per Gesetz zum 30.9.2010 eingestellt werden.
Die TAZ schreibt dazu:

Seitdem das österreichische Parlament am vergangenen Donnerstag das neue ORF-Gesetz beschloss, steht das renommierte Online-Magazin „Futurezone“ vor dem Aus. Seit elf Jahren wird auf futurezone.orf.at über zentrale Fragen der digitalen Gesellschaft berichtet: Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht. Flankiert von genuiner Technik-Berichterstattung jenseits des mainstreamigen „Apple gegen Google“. Zweites Pfund: Eine expliziter Blick auf Europa, für Österreich überhaupt nicht selbstverständlich.
Ende September kommt wohl das Ende.

Godany bloggt dazu auf datum.at sehr treffend:

In der Futurezone stehen all die Dinge, die manche Verleger nicht interessieren oder ihnen gar schlaflose Nächte bereiten. Dieses ganze Getue um Social Media, neue Gadgets, Internet, Datenschutz, SWIFT, Bürgerrechte im digitalen Zeitalter, also alles, was Verlage verschlafen oder bewusst ignorieren, weil sie von ignoranten Erbsenzählern geführt werden.
Mit der vom VÖZ geforderten Einstellung der Futurezone als Preis für mehr Werbeeinnahmen für den ORF lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens werden unliebsame Berichterstattung und ein zweitens ein unliebsamer Mitbewerber ausgeschalten. Verlage, die sich vor einer Website fürchten, sind allerdings um sich schlagende Dinosaurier, die nichts verstanden haben und deshalb so gut wie tot. Fordert der VÖZ in drei Jahren dann die Abschaltung von google oder facebook oder gleich dem ganzen bösen Gratis-Internet?

Da ich meine das die Futurezone nicht enden darf rufe ich dazu auf die Aktion Retten wir die Futurezone zu unterstützen in dem möglichst viele die Petition mitzeichnen um die Futurezone zu erhalten. Die Petition kann auch von Menschen unterzeichnet werden, die nicht in Österreich wohnen.